Kappadokien

Kappadokien ist ein geographischer Fachbegriff und nicht, wie oft angenommen, eine eigenständige Provinz der Türkei. Man bezeichnet damit jenes Gebiet, welches im Osten und Westen durch zwei Vulkane (Mt. Hasan und Mt. Erciyes), im Süden durch das Aladaglar Gebirge und im Norden durch den Fluss Kizilirmak begrenzt ist.
Das weiche Vulkangestein -Tuffstein genannt- sowie mehrere Millionen Jahre an Wind- und Regenerosion haben aus diesem Gebiet eine fantastische und märchengleiche Landschaft geformt. Die ungewöhnlichen Gesteinsformationen, die Kappadokien sein unverwechselbares Aussehen verleihen, variieren zwischen einzelnen erhabenen Felsbrocken bis hin zu weichgeschliffenen Talformationen. Im Türkischen nennt man die freistehenden Tuffsteinbrocken „Fairy Chimneys“ Feenkamine Zusammen mit den wundervollen Tälern Kappadokiens bilden diese wahre Wunderwerke der Natur.

Kappadokien selbst definiert sich durch drei Hauptcharakteristika:
Erstens: seine unverwechselbare geologische Beschaffenheit, die bei weitem die einprägsamste Eigenschaft darstellt. Durch Erosion und Verwitterung des Tuffsteins, welches im Gebiet Kappadokiens so üppig vorhanden und das Resultat mehrerer Vulkanausbrüche über 15 Millionen Jahre hinweg ist, ist hier eine atemberaubende Landschaft entstanden. Sähe man von all den anderen Attraktionen der Region ab, so würde sich ein Besuch schon allein wegen dieser geologischen Beschaffenheit lohnen.
Zweitens: der geschichtliche Hintergrund.


Die ersten Siedlungen gab es bereits in prähistorischen Zeiten. Die Herstellung von Keramik und Töpferwaren ist eine antike Kunst in dieser Region, die bereits zu Zeiten der Hethiter (1800 v.Chr.) beherrscht wurde und bis heute im traditionellen Handwerk fortgeführt wird. Bekannt ist Kappadokien jedoch für seine frühchristliche Periode. Die ersten Gemeinden gab es hier bereits um 60 n.Chr. Damals wurde Kappadokien zum Zufluchtsort verfolgter Christen, die dem Römischen Reich entflohen. Einige der Höhlen und in Tuffstein gemeißelte Kirchen tragen noch heute Dekor und Piktogramme aus dieser Zeit.
Drittens: ist die reichhaltige und traditionsreiche Kultur, die sich in den Dörfern Kappadokiens, trotz wachsender touristischer Infrastruktur, bis heute erhalten hat. Nicht selten kann man Dorfbewohner sehen, die mit Ihren Kutschen und Viehwägen zu Feldern und Weingütern aufbrechen oder ihre Obstwiesen in traditioneller Weise bewirtschaften. Im Herbst sieht man Menschen, die Früchte trocknen, Melasse produzieren oder anderen traditionellen Tätigkeiten nachgehen, wie sie es schon vor hunderten vor Jahren getan hätten.

Diese drei Charakteristika machen Kappadokien zu einem unglaublich interessanten Reiseziel für alle Naturliebhaber, Geschichtsinteressierten und Kulturbegeisterten. Wir bieten viele verschiedene Outdoor-Aktivitäten in dieser einzigartigen Gegend.
Es ist schwer Kappadokien in Worte zu fassen: es ist einzigartig und unglaublich schön…man muss es selbst gesehen haben, um es zu glauben!


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